Im Kurs Web Science wurden unter dem Titel „The Vibe Web“ über Design Thinking erarbeitete Themen mittels Vibe Coding (bzw. AI-Assisted Coding) als Storytellings, Visualisierungen, Apps oder Animationen entwickelt, um mit den Möglichkeiten und Herausforderungen generativer KI im Web zu experimentieren. Die Studierenden des dritten Semesters Informationsmanagement haben sich mit gesellschaftlich relevanten Themen wie z.B. dem Energieverbrauch von KI, Kreativität versus KI, dem digitalen Gedächtnis des Internets oder Urheberrechtsfragen bei KI-Inhalten befasst. Vor der praktischen Umsetzung wurden die Themen mittels Storytellingmethoden wie z.B. Storyboards konzeptionell erarbeitet.
Eine der wichtigsten Erkenntnisse war auch hier im Kurs, dass KI zwar hilfreiche Werkzeuge für Coden, Recherche oder Media-Asset-Kreation zur Verfügung stellt, aber die menschlichen Ideen, Kreativität, konzeptionelles Arbeiten oder inhaltliche Reflektion nicht maschinell ersetzt, sondern lediglich unterstützt werden können. Insbesondere beim Vibe Coding mit Webtechnologien ist es wichtiger denn je, die dahinter liegenden Konzepte wie z.B. JavaScript, HTML oder CSS zu kennen und zu verstehen. Auch eine gute Codingstruktur und geordnete Workflows sind unerlässlich, um den Überblick zu behalten.
Im Rahmen der Werkschau 2026 stellen wir im neuen Creative Lab der Fakultät 3 (Raum 2A.3.59, Expo Plaza 2, Design Center) einige der studentischen Arbeiten aus.
Kommt gern im Creative Lab vorbei. Wir freuen uns auf Euch!
Hier findet Ihr die studentischen Arbeiten zu „The Vibe Web“ auch nach der Werkschau.
ECOAI: Der Preis Deiner KI-Nutzung
von Patryk Sgonina
ECOAI ist eine interaktive Geschichte, die das KI-Nutzungsverhalten Stück für Stück analysiert und währenddessen eine Umweltbelastung darstellt. Eine Ähnlichkeit zum ökologischem Fußabdruck besteht, aber eben für KI-Nutzung angepasst. Die Nutzenden werden durch einen Fragenkatalog geleitet. Währenddessen wird die Umwelt/Erde animiert und je nach Antwort wird die Umweltbelastung optisch dargestellt. Nachdem der Fragenkatalog abgearbeitet ist, wird über die Umweltbelastung durch KI-Nutzung aufgeklärt – alles verdeutlicht durch Statistiken. Zuletzt werden Tipps und Tricks für ein besseres, reflektiertes KI-Nutzungsverhalten gegeben.

Global AI Impact: AI World Map
von Rianti Tapken
Global AI Impact visualisiert, wo künstliche Intelligenz Gutes für unsere Gesellschaft tut und wo dadurch negative Auswirkungen entstehen. Wie beeinflusst Künstliche Intelligenz unsere Gesellschaft?Dazu wird eine Weltkarte mit Hotspots und Filtermöglichkeiten zu den Bereichen Umwelt, Gesundheit, Technologie, Humanitäres und Wirtschaft visualisiert.

Kreativität versus KI: Ideen, die keine Maschine denken kann
von Alina Betger
Kreativität versus KI: Wir leben in einer Ära der Optimierung. Städte sehen gleich aus, Produkte immer makelloser. Alles dreht sich um Schnelligkeit und Effizienz. Diese Jagd nach dem Maximum hat unsere Umwelt monochrom gemacht. Nebenbei entwickelt sich die Technologie stetig weiter: KI ist heute ein mächtiges Werkzeug, dass viele Möglichkeiten bietet. Sie übernimmt unter anderem viele Aufgaben, die wir vermeintlich als „kreativ“ betrachten in Rekordzeit, jedoch besteht die Gefahr, dass unsere wahre Kreativität langsam abhanden kommt. In der Realität bedient sich die KI nämlich nur an Ideen, die bereits von Menschen erschaffen wurden. Wenn unsere Kreativität, aufgrund der ausschließlichen Verwendung von KI, abstumpft, werden keine neuen Ideen geboren.

Digital Afterglow: Digitales Erinnern oder wie Gedächtnis im Web entsteht
von Charleen Vong und Lea Nguyen
Bei The Digital Afterglow steht am Anfang die Überlegung, wie das Web Informationen „vergisst“ oder eben „nicht vergisst“. Es ist eine interaktive Landkarte des Gedächtnisses entstanden. Das Storytelling führt den User von einem leeren Blatt Papier (tabula rasa) zu einem komplexen, vernetzten Wissensgraphen.

Urheberrecht versus KI: Wem gehört ein KI-generiertes Werk?
von Lea Müller und Laure Ahlenfelder
Mit Urheberrecht versus KI ist ein Scrollytelling mittels Lovable entstanden, dass sich in einem Dialog der Frage annimmt, wem mit KI generierte Inhalte eigentlich gehören.

KI-Wissensnetz: Eine Transparenz-Visualisierung
von Alexander Jaufman und Lily Kühling
Das KI-Wissensnetz befasst sich mit mit dem Thema Transparenz bzw. “Woher nimmt die KI eigentlich ihre Antworten?” – insbesondere mit der Frage, wie transparent große Sprachmodelle (Large Language Models, LLMs) in ihrer Wissensverarbeitung und Quellennutzung sind. Um dieser Frage nachzugehen, haben wir ein Wissensnetzwerk entwickelt, das die Antwortmuster und Quellenverwendung verschiedener KI-Modelle visualisiert und vergleichbar macht. Konkret haben wir drei führende LLMs – Gemini, ChatGPT und Grok – mit identischen Fragen aus verschiedenen Themenbereichen konfrontiert. Unser Ziel war es, ihre Antworten systematisch zu analysieren und herauszufinden, woher die Modelle ihre Informationen beziehen und welche Quellen sich zwischen den verschiedenen LLMs überschneiden. Diese vergleichende Analyse ermöglicht es uns, Muster in der Wissensvermittlung zu erkennen, Unterschiede in der Quellenauswahl aufzudecken und letztlich die Transparenz dieser KI-Systeme kritisch zu hinterfragen.

ECO-SCROLL: Energieverbrauch von KI und Web-Infrastrukturen
von Maxi Schurmann
ECO-SCROLL visualisiert den Energieverbrauch von KI und Web-Infrastrukturen wie Rechenzentren, Blockchain und das Training großer KI-Modelle als Scrollytelling.

Intro: The Vibe Web bei der Werkschau
Intro-Animation „The Vibe Web“ (gemeinsam mit Informationsdesign – Erklären mit Film).

Die Arbeiten sind im dritten Semester des Studiengangs Informationsmanagement (Vertiefung Informationsdesign) im Wintersemester 25/26 entstanden.